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Bodenliegende Fenster: Absturzsicherung erklärt

Modernes bodentiefes Fenster mit Absturzsicherung aus Glas
Stilvolle Absturzsicherung an einem bodentiefen Fenster.

Bodentiefe Fenster bringen viel Licht, bergen aber Risiken. Eine korrekte Absturzsicherung ist Pflicht. Erfahren Sie hier, worauf Sie achten müssen.

Lichtdurchflutete Räume und ein weiter Ausblick – das sind die unbestreitbaren Vorteile moderner Architektur. Doch wo Licht ist, sind auch Sicherheitsaspekte zu beachten. Besonders bodenliegende Fenster: Absturzsicherung ist hier das entscheidende Stichwort, wenn es um den Schutz von Bewohnern, insbesondere Kindern, geht. In diesem Artikel beleuchten wir die gesetzlichen Vorgaben, technischen Möglichkeiten und ästhetischen Lösungen.

Warum ist eine Absturzsicherung notwendig?

Bodentiefe Fenster, die sich öffnen lassen, stellen in oberen Geschossen eine potenzielle Gefahrenquelle dar. Ohne entsprechende Barriere wäre ein Sturz aus dem Fenster lebensgefährlich. Daher schreibt der Gesetzgeber vor, dass bodenliegende Fenster: Absturzsicherung zwingend benötigen, sobald eine bestimmte Absturzhöhe überschritten wird.

Diese Vorschriften sind nicht dazu da, Bauherren zu ärgern, sondern Leben zu retten. Die Landesbauordnungen (LBO) der einzelnen Bundesländer regeln die genauen Höhen. Meist ist ab einer Absturzhöhe von einem Meter eine Sicherung vorgeschrieben.

Gesetzliche Grundlagen und Normen

In Deutschland ist die DIN 18008 (früher TRAV) maßgeblich für die Verglasung und Absturzsicherung. Sie definiert, welche Glasarten verwendet werden dürfen und wie Geländer beschaffen sein müssen.

  • Höhe der Umwehrung: In der Regel muss die Brüstungshöhe bis zu einer Absturzhöhe von 12 Metern mindestens 80 cm oder 90 cm betragen (je nach Bundesland). Ab 12 Metern sind meist 110 cm vorgeschrieben.
  • Glasart: Wird das Glas selbst als absturzsichernd eingesetzt (Festverglasung im unteren Bereich), muss Verbundsicherheitsglas (VSG) verwendet werden.

Arten der Absturzsicherung für bodentiefe Fenster

Wer an bodenliegende Fenster: Absturzsicherung denkt, hat oft schwere Gitter vor Augen. Doch moderne Lösungen sind filigran und stören die Optik kaum.

1. Der Französische Balkon

Der Klassiker unter den Sicherungen. Es handelt sich hierbei um ein Geländer, das direkt vor dem Fenster an der Fassade montiert wird. Es bietet keinen Austritt, sondern dient rein dem Schutz.

  • Materialien: Edelstahl, verzinkter Stahl oder pulverbeschichtetes Aluminium.
  • Design: Von schlichten Stangen bis zu verschnörkelten Schmiedeeisen ist alles möglich.

2. Glasbrüstungen und Glasgeländer

Für alle, die den Ausblick nicht durch Gitterstäbe stören wollen, ist eine Absturzsicherung aus Glas die elegante Wahl.

  • Transparenz: Das Glas ist nahezu unsichtbar und lässt maximales Licht in den Raum.
  • Sicherheit: Hier kommt spezielles VSG aus teilvorgespanntem Glas (TVG) zum Einsatz, das auch bei Bruch eine Resttragfähigkeit besitzt.
  • Montage: Punkthalter oder Klemmschienen sorgen für festen Halt.

3. Stangen und Gitter

Horizontale oder vertikale Stangen sind oft kostengünstiger.

  • Achtung: Bei horizontalen Stangen besteht der sogenannte "Leitereffekt". Kleinkinder könnten diese als Leiter benutzen, um hinaufzuklettern. Vertikale Stäbe sind daher in Haushalten mit Kindern sicherer.

Integration in die Fassadengestaltung

Das Thema bodenliegende Fenster: Absturzsicherung muss nicht im Widerspruch zu gutem Design stehen. Architekten nutzen die Sicherungselemente heute bewusst als Stilmittel. Ein anthrazitfarbener Französischer Balkon kann auf einer weißen Fassade einen modernen Akzent setzen. Eine reine Glaslösung hingegen unterstreicht den minimalistischen Bauhaus-Stil.

Worauf bei der Montage zu achten ist

Die Sicherheit steht und fällt mit der Montage. Ein noch so stabiles Geländer nützt nichts, wenn die Verankerung im Mauerwerk versagt.

  1. Untergrund prüfen: Hat die Fassade eine Wärmedämmung (WDVS)? Dann müssen spezielle Montageanker verwendet werden, um Wärmebrücken zu vermeiden und die Last im tragenden Mauerwerk abzutragen.
  2. Fachgerechte Installation: Lassen Sie die bodenliegende Fenster: Absturzsicherung immer von Fachpersonal installieren. Dies garantiert nicht nur Sicherheit, sondern auch den Versicherungsschutz im Schadensfall.

Wartung und Pflege

Auch wenn Edelstahl und Glas als wartungsarm gelten, sollten Sie die Befestigungen jährlich kontrollieren. Sitzen die Schrauben fest? Gibt es Risse im Glas? Besonders nach Stürmen ist ein kurzer Check ratsam, um die dauerhafte Funktion zu gewährleisten.

Zusammenfassend lässt sich sagen: Die Sicherung bodentiefer Fenster ist ein komplexes Zusammenspiel aus Baurecht, Statik und Design, das sorgfältige Planung erfordert.

Sicher wohnen mit Glas

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