Schlagregendichtheit ist ein entscheidendes Qualitätsmerkmal moderner Fenster und beschreibt deren Fähigkeit, starkem Regen standzuhalten.
Definition und Grundlagen
Unter schlagregendicht versteht man die Widerstandsfähigkeit eines geschlossenen Fensters gegenüber Regen mit Winddruck. Dabei wird geprüft, ob Wasser unter Einwirkung von Druck in den Innenraum eindringen kann. Die Klassifizierung erfolgt nach DIN EN 12208, wobei verschiedene Prüfdruckstufen definiert sind.
Prüfverfahren im Detail
Ablauf der Prüfung
Das Fenster wird in einer speziellen Prüfkammer montiert. Anschließend wird Wasser auf die Außenseite gesprüht, während gleichzeitig ein definierter Überdruck erzeugt wird. Dieser simuliert die Wirkung von Wind auf die Fassade. Die Prüfer beobachten über einen festgelegten Zeitraum, ob Wasser durchdringt. Je höher der aushaltbare Druck, desto besser die Wasserfestigkeit des Fensters. Eine höhere Klasse bedeutet größere Sicherheit bei Sturm und starkem Regenfall.
Klassen und Anforderungen
die Norm unterscheidet mehrere Klassen:
von Klasse 0 (keine Anforderungen) bis Klasse 9A/E1200 (sehr hoch).
begonnen wird meist bei etwa 100 Pa Druckdifferenz,
die höchste Stufe hält bis zu 1200 Pa stand;
für normale Wohngebäude genügen oft mittlere Ausführungen;
exponierte Lagen benötigen höhere Werte;
Näheres enthält eine umfassende Erklärung der Klassen;
sie hilft Bauherren und Planern;
zusätzlich beeinflussen Profilgestaltung und Dichtungsqualität das Ergebnis;
ebenso spielen Montagegenauigkeit sowie Rahmenmaterial eine Rolle;
mehr dazu im Abschnitt zu Einflussfaktoren;
auch öffnungsart sowie Anzahl der Dichtungsebenen wirken sich aus.;
nachfolgend die wichtigsten Einflussgrößen zusammengefasst.;
nachfolgend sehen sie beispielwerte.; — ; *** — — ; --- ; text —